Die Bremer Stadtmusikanten - der Kindergarten in Ense-Bremen
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Die Partizipation in unserem Kindergarten


„Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.“
(Dr. Richard Schröder, 1996)

Für die Partizipation im Kindergarten sprechen folgende Argumente:

  • Wir Erwachsenen nehmen die Kinder und ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst.
  • Durch die Beteiligung und die Umsetzung ihrer Ideen steigern wir ihr Selbstwertgefühl.
  • Durch ihr Mitspracherecht lernen Kinder sich zu äußern.
  • Sie bekommen einen Bezug zu Entscheidungen und dessen Folgen
  • Die Kinder sind besonders motiviert in dem was sie tun wenn sie ihre eigenen Ideen verwirklichen können.
  •  Partizipation ist ein wichtiger Bestandteil für Vorbereitung auf die Schule und für das weitere Leben.



Bei uns in der Einrichtung bedeutet das konkret, dass die Kinder im Kindergartenalltag aktiv mitwirken und mitbestimmen können und auf diese Weise lernen, ihr Leben eigenverantwortlich und gemeinschaftsfähig zu gestalten.
Wir begegnen den Kindern nicht mit Dominanz, sondern sehen in ihnen eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Bedürfnissen.

Die Kinder lernen ihre Wünsche und Interessen wahrzunehmen und zu formulieren, aber auch die Interessen, die in der Gruppe existieren, zu akzeptieren.
So lernen sie wie solidarische Entscheidungsprozesse gestalten werden können und welche Rechte sie schon als Kind haben; aber gleichzeitig auch im Interesse der anderen mal "zurückzustecken".

Partizipation mit Kindern heißt nicht, dass die Kinder alle Entscheidungen treffen, sondern, dass sie sich aktiv an der Gestaltung ihres Alltags beteiligen.
Für bestimmte Aufgaben übernehmen sie, mit unserer Begleitung, Verantwortung.

Der zentrale Gedanke des situationsorientierten Ansatzes, den wir in unserer Einrichtung umsetzen, beinhaltet als wesentlicher Bestandteil die Partizipation von Kindern. Das heißt, dass sich das Kind seine Umwelt selbsttätig und aktiv durch konkrete Erfahrungen aneignet.

Deswegen können die Kinder die Räumlichkeiten unserer Einrichtung wie Bewegungsraum, Flur, Bällepool und auch das Außengelände im Freispiel teilweise ohne Begleitung von Erwachsenen nutzen. 
Sie entscheiden selber im Morgenkreis, wo, mit wem und wie lange sie spielen möchten.
Die Materialauswahl liegt zum größten Teil in den Händen der Kinder. 
Auch während des Waldprojektes treffen sich die Kinder in der Waldhütte, um gemeinsam zu entscheiden, wie der Waldtag gestaltet werden soll.
Das heißt, die Kinder überlegen, ob sie heute z.B. zum Mutprobe-Berg oder zum Bach spielen gehen wollen.

Unsere Kinder werden in die Einführung von Regeln mit einbezogen, so dass diese für sie verständlich und umsetzbar sind.

Ein wichtiges Ziel unserer Arbeit  ist die Selbstkompetenz der Kinder zu stärken.
Deswegen ist es uns ein besonderes Anliegen mit zunehmenden Alter der Kinder sie zu befähigen ihre Konflikte eigenständig zu lösen und Handlungsstrategien zu entwickeln.
Das bedeutet im Alltag, dass die Kinder selber entscheiden und einschätzen lernen, ob ein Problem für sie selbst zu lösen ist oder ob sie Hilfe benötigen.